In Berlin können Schulen auf ein speziell für Willkommensklassen entwickeltes Konzept zur Methode Klassenrat zurückgreifen.

Demokratisches Verhalten, grundwertebasiertes Verhalten, kann nicht über einen noch so guten Lehrkräftevortrag gelernt werden. Es muss wie alles Verhalten geübt, erlebt, in seinen Folgen verstanden und gefühlt werden.

Viele Lehrkräfte aus Willkommensklassen berichten, wie schwierig es für Kinder und Jugendliche ist, Normen und Werte zu akzeptieren, die im Konflikt mit erlernten Verhaltensmustern stehen. ( z. b. Antisemitismus/ Diskriminierung, sexuelle Orientierung, Genderfragen, religiöse und interkulturelle Konflikte)

Im Klassenrat können Empathiefähigkeit, Wertschätzung von Vielfalt, Respekt für das Gegenüber , Strategien zur Perspektivübernahme, und Ambiguitätstoleranz, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme entwickelt und in kleinen Schritten eingeübt werden.

Der Klassenrat findet auch in Willkommensklassen regelmäßig statt, nach einem vorgegebenen Ablauf und im Sitzkreis.

Die Kinder und Jugendlichen übernehmen

  • unterschiedliche Rollen und lernen,
  • gleichberechtigt über ihre eigenen Anliegen zu sprechen,
  • Konflikte konstruktiv zu bewältigen und
  • ihre Kooperationsfähigkeit auszubauen.

In Willkommensklassen werden in jede Klassenratssitzung sprachbildende Aspekte besonders miteinbezogen.
Skaffolding als Methode unterstützt in Form von vorgegebenen Satzbausteinen, Wortkarten und Bilder den Sprachlernprozess.

Die Willkommensklassen werden mehrfach besucht und mit der Methode Klassenrat vertraut gemacht.

Interessierte Schulen wenden sich an sabine.huffmann@senbjf.berlin.de